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Handwerk & Zusammenarbeit: Only & Co.
- Von
Chiara Ferrari
sustainability 2030
off the island
Handwerk & Zusammenarbeit: Only & Co.
May 14, 2026
by
Chiara Ferrari
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Handwerk & Zusammenarbeit: Only & Co.
May 14, 2026
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Chiara Ferrari
Only & Co. Showroom. Foto Jochen Arndt
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as Erste, was beim Betreten des Showrooms von Only&Co auffällt, ist seine Offenheit. Von der Straße aus schweift der Blick ungehindert durch den Raum, vorbei an Möbelstücken und strukturierten Materialien, hin zum Arbeitsdesignstudio am hinteren Ende des Raumes.

Die Anordnung schafft ein Gefühl der Kontinuität zwischen Showroom und Werkstatt und macht deutlich, dass dies nicht nur ein Ausstellungsraum ist, sondern ein Ort, an dem Möbel konzipiert, entwickelt und diskutiert werden. Jedes Objekt erhält Raum zum Atmen, positioniert als Teil einer sich entfaltenden Konversation über Material, Proportion und Beständigkeit. Licht gleitet über Holz, Keramik, Polster und Kunst und schafft eine ruhige Balance innerhalb der Hülle eines ehemaligen Restaurants.

Gelegen in einer ruhigen Seitenstraße nahe Las Ramblas, fungiert der Showroom über einen reinen Verkaufsraum hinaus: Er ist ein offenes Studio, eine kollaborative Umgebung und eine Einladung in die Welt, die das Unternehmen um Handwerkskunst und maßgeschneidertes Design aufgebaut hat. Besucher werden ermutigt, sich langsam durch den Raum zu bewegen, Oberflächen zu berühren, unregelmäßige Kanten, natürliche Oberflächen und subtile Details zu bemerken, die die Hand hinter der Fertigung offenbaren. Die Atmosphäre vermittelt die Kernwerte des Unternehmens, bevor ein Wort gesprochen wird: Qualität vor Quantität, Zeitlosigkeit vor Trend und Zusammenarbeit vor Hierarchie.

2014 in Sri Lanka von Linden James gegründet und später von Maximillian von Stillfried ergänzt, entstand Only&Co aus dem Zusammentreffen zweier unterschiedlicher beruflicher Wege. Linden, geboren und aufgewachsen im Vereinigten Königreich, studierte Produktdesign und baute seine frühe Karriere in etablierten Designstudios wie Sebastian Conran, Target Living und Ben Whistler auf. Sein Hintergrund in Ingenieurwesen, Möbeldesign und Produktentwicklung prägte ein technisches Verständnis dafür, wie Objekte funktionieren, sich anpassen und über die Zeit bestehen.

Only & Co. Showroom. Foto Jochen Arndt
Zusammenarbeit mit Galeria Fermay Foto: Jochen Arndt
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aximillian kam auf einem anderen Weg zu den Möbeln. Ursprünglich aus Deutschland stammend, verbrachte er Jahre in der Softwareindustrie und im Unternehmensmanagement, bevor er sich dem Handwerk und Design zuwandte. In jüngerer Zeit hat sich das Unternehmen mit der Aufnahme von Anna von Stillfried als Marketingdirektorin erweitert. Mit ihrem Hintergrund in der Modebranche bringt sie eine ergänzende Perspektive in die sich entwickelnde Identität und Kommunikation des Studios ein.

In Sri Lanka entwickelten die Gründer einen gemeinsamen Ansatz zur Fertigung, der auf engen Beziehungen zu Handwerkern, natürlichen Materialien und lokalen Produktionsprozessen basierte. Vorwiegend im Bereich Wohn- und Gastgewerbe-Interieurs tätig, verfeinerten sie eine Designsprache, die technische Präzision mit organischem Handwerk in Einklang brachte. Ihre Möbel kombinierten taktile Oberflächen mit sorgfältig ausgewählten Materialien und legten damit den Grundstein für eine Praxis, die Only&Co bis heute prägt. Wie viele unabhängige Designunternehmen änderte sich die Entwicklung von Only&Co während der Pandemie. Die Unterbrechung zwang die Gründer, Produktion, Logistik und Marktstandort zu überdenken, was sie schließlich dazu führte, eine neue Basis auf Mallorca zu etablieren.

Die sich entwickelnde kreative Landschaft der Insel wurde zu einem natürlichen Umfeld für die nächste Phase des Studios, wodurch Only&Co über die Möbelproduktion hinaus in umfassendere Innenarchitekturprojekte expandieren und zunehmend komplette Umgebungen gestalten konnte. Ein kürzlicher Auftrag in La Bonanova sah das Unternehmen die Verantwortung für Interieurs über die Möbelauswahl hinaus übernehmen, was seine Rolle als umfassenderer Designpartner stärkte.

Der Katalog von Only&Co umfasst rund 65 Stücke, darunter Sitzmöbel, Sofas, Esstische, Schränke und Keramiken, die alle in Größe, Ausführung und Material anpassbar sind. Der Schwerpunkt liegt auf Anpassung: Jedes Objekt reagiert sowohl auf den Raum als auch auf den Kunden, während es der Designsprache des Studios treu bleibt. Ein Gleichgewicht zwischen Raffinesse und Materialehrlichkeit prägt die Arbeit. Oberflächen behalten ihre Textur, subtile Unregelmäßigkeiten offenbaren den handwerklichen Prozess und die natürliche Maserung bleibt sichtbar. Komfort und Proportion werden gleichermaßen wichtig behandelt, wodurch Möbel entstehen, die sich ebenso taktil anfühlen wie visuell durchdacht sind.

Zusammenarbeit mit Galeria Fermay Foto: Jochen Arndt
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