
Open Lab II: Evolving Systems war ein von Chiara Ferrari kuratiertes Projekt für 110 Mallorca, einen Ausstellungsraum in einer ehemaligen Fabrik in der Industriestadt Inca. Die Ausstellung fand am 20. und 21. Juni statt und präsentierte vier Projekte von auf Mallorca ansässigen Designern und Künstlern, die Ideen der Zusammenarbeit, des Experimentierens und neuer Herstellungssysteme erkundeten. Seit der Renovierung einer alten Schuhfabrik vor fast sechs Jahren nutzt Ferrari den Raum im Erdgeschoss für Veranstaltungen und Ausstellungen, darunter die erste Ausgabe von Open Lab I im Jahr 2024 und das Paradise of Chairs im Jahr 2025. Ferrari, die Industriedesign am Polytechnic Institute in Milan studierte, arbeitete für renommierte Büros wie Piero Lissoni und Zaha Hadid und war als Professorin an der ArtCenter School of Design in Los Angeles tätig. Als Organisatorin und Kuratorin von Open Lab II: Evolving Systems bei 110 Inca findet Ferrari ein kreatives Ventil darin, Menschen zusammenzubringen, um gemeinsam zu arbeiten und sie herauszufordern, anders über ihre Praxis nachzudenken. Evolving Systems bedeutet, sich selbst zu fordern, auch wenn man noch nicht bereit ist, Risiken einzugehen, offen zu sein für Scheitern, Überraschungen und neue Verbindungen. Wie sie erklärt: „Meine Rolle [bei diesem Projekt] ist es, Menschen zu verbinden, das Briefing zu geben, Feedback zu geben. Und für mich ist es die größte Freude, Menschen herauszufordern, etwas zu tun, was sie noch nie zuvor getan haben – es ist energetisierend, die Kreativität zu sehen und diese Verbindungen entstehen zu sehen."
Unter den vier Projekten befanden sich eine neue Serie von Leuchten, ein neues Sitzsystem aus wiederverwendeten Betonfliesen, ein gemeinschaftlicher Esstisch und ein experimentelles Zine. Die Beleuchtung wurde von Isla architects, den Möbel- und Produktdesignern Resmes und Raquel Buj entwickelt, einer Textilkünstlerin, deren Praxis tief mit Materialforschung verbunden ist. Während Isla und Resemes bereits vor zwei Jahren bei As Found, einer Möbelkollektion für Open Lab I, zusammenarbeiteten, war dies mit der Hinzunahme von Raquel eine neue Dimension für die beiden. Aufbauend auf Raquels Erforschung von Biokunststoffen und der Verwendung natürlicher Materialien wie Pflanzen und Kräutern zur Herstellung experimenteller Stoffe entwarfen sie eine Deckenleuchte aus Metallrohren und Leuchtstoffröhren, über die der „Stoff" gelegt wurde, um das Licht zu dämpfen. Minimalistisch und organisch zugleich besteht die Idee darin, dass Kunden ihre eigene Landschaft wählen können – ob Posidonia, Mandeln oder Rosmarin.















