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edes Jahr, zwischen Januar und März, blühen Mandelbäume auf ganz Mallorca in Weiß und Hellrosa und bilden so eine der auffälligsten Natursehenswürdigkeiten der Insel. Aber die Schönheit der Blüten ist nur ein Teil dessen, was die mallorquinischen Mandeln so besonders macht. Die Mandel, oder Bessó auf Katalanisch, enthüllt ein reiches Erbe der Landwirtschaft und Gastronomie. Diese Mandeln werden in Mallorcas einzigartigem Klima und Boden angebaut und von engagierten Landwirten angebaut, deren Wissen und Sorgfalt dafür sorgen, dass jedes Jahr aus der Ernte außergewöhnliche Mandeln hervorgehen, die auf der ganzen Insel und darüber hinaus genossen werden.
Botanisch gesehen sind Mandeln keine Nüsse, sondern Steinfrüchte, verwandt mit Pflaumen und Kirschen, deren essbarer Kern in einer harten Schale versteckt ist. Obwohl die Mandel tief mit der Insel verbunden ist, stammt sie nicht aus Mallorca. Mandelbäume (Prunus dulcis) sind in Zentralasien heimisch und wurden von alten Zivilisationen, höchstwahrscheinlich den Römern oder später den Mauren, im Mittelmeerraum verbreitet.
Mallorcas Beziehung zur Mandel intensivierte sich Ende des 19. Jahrhunderts. Nach einer verheerenden Reblaus Die Pest zerstörte große Teile der Weinberge der Insel, Mandelbäume ersetzten in großem Umfang Weinreben. In den 1930er Jahren war Mallorca das größte zusammenhängende Mandelanbaugebiet der Welt geworden, ein Titel, der die ländliche Landschaft über Generationen prägte.
Mallorca bietet ideale Bedingungen für Mandelbäume: lange, trockene Sommer, milde Winter, kalkreiche Böden und reichlich Sonnenschein. Traditionell wurden Mandeln ohne Bewässerung angebaut und waren ausschließlich auf saisonale Niederschläge angewiesen. Moderne Plantagen nutzen zwar kontrollierte Bewässerung, aber Wasserknappheit bleibt eine der größten Herausforderungen beim Mandelanbau auf der Insel. Hinzu kommen der arbeitsintensive Charakter des manuellen Anbaus und die Bedrohungen durch Schädlinge und Krankheiten wie Xylella fastidiosa machen Sie die Pflege hochwertiger Obstgärten zu einem ständigen Kampf.














